Beste Reisezeit
Nepal funktioniert das ganze Jahr – Frühling und Herbst liefern die besten Trekking-Bedingungen.



Nepal spielt in einer eigenen Liga: Acht der vierzehn höchsten Berge der Welt stehen hier – und trotzdem ist das Land mehr als Gipfel. Kathmandu macht das sofort klar: Die Stadt riecht nach Räucherstäbchen, klingt nach Tempelglocken, und im Stadtteil Patan reihen sich Hindutempel und buddhistische Stupas aneinander, als hätte jemand Jahrtausende auf einem Platz gestapelt. Hinter den Dächern schiebt der Annapurna-Gipfel seine schneebedeckten Flanken in den Himmel. Im Süden wartet ein anderes Nepal: Chitwan Nationalpark überrascht mit Nashörnern und Tigersafaris, der Trisuli River liefert Wildwasser-Rafting. Du entscheidest das Tempo: Trek, Rafting, Tempel oder alles auf einmal. Die Wucht des Landes trifft dich so oder so.
Nepal funktioniert das ganze Jahr – Frühling und Herbst liefern die besten Trekking-Bedingungen.

In Nepal wird mit der Nepalesischen Rupie (NPR) gezahlt.

Direktflüge gibt es nicht. Die kürzeste Verbindung dauert etwa 14 bis 18 Stunden.

Nepali ist die Amtssprache, aber mit Englisch kommst du problemlos durch.

Nepal steckt voller Highlights – aber diese Sehenswürdigkeiten gehören ganz klar auf deine Bucketlist.

Du stehst am Durbar Square, drehst dich einmal um deine Achse und zählst elf Pagoden – alle aus dem 12. Jahrhundert, alle noch da. Motorräder quetschen sich durch Gassen, in denen Gemüsehändler neben Buddha-Statuen ihre Chilis stapeln, Weihrauch steigt von Tempeln auf. Über allem thront der Swayambhunath auf seinem Hügel – Affentempel genannt, weil Makaken hier das Sagen haben. Fünf Kilometer weiter dreht sich der Boudhanath Stupa, tibetische Mönche murmeln Mantras, Gebetsmühlen quietschen im Takt. Bhaktapur und Patan liegen eine Busfahrt entfernt, mittelalterliche Königsstädte mit Tempelbezirken und Töpferwerkstätten, die seit Jahrhunderten im gleichen Rhythmus laufen.

Die Wanderwege durch den Himalaya führen durch Rhododendronwälder, Reisterrassen, Bergdörfer und direkt in eine der spektakulärsten Kulissen der Welt. Der Trek zum Poon Hill ist der klassische Einstieg: Du startest in Nayapul, läufst durch Gurung-Dörfer, schläfst in Teehäusern mit Dal Bhat und Himalaya-Blick. Am Gipfel wartet der Sonnenaufgang über dem Annapurna-Massiv – 8.091 Meter Fels und Eis, direkt vor dir. Von Kande nach Sarangkot läufst du durch Dörfer, in denen Ziegen den Weg kreuzen. Jede Route kombiniert Höhenmeter mit Kultur – Tempel am Wegrand, Teehäuser mit hausgemachtem Essen. Du läufst in deinem Tempo, der Himalaya liefert den Rest.

Pokhara, die zweitgrößte Stadt Nepals, liegt am Ufer des Phewa-Sees und liefert Postkartenmotive. Du sitzt im Kajak auf dem See, das Annapurna-Massiv spiegelt sich im Wasser unter dir und Eisfelder türmen sich dahinter in den Himmel. Wer höher will, fährt hinauf nach Sarangkot – beim Sonnenaufgang färben sich die Achttausender langsam orange, während die Stadt unter dir noch schläft. Im Umland verstecken sich die Gletscherseen Begnas und Rupa zwischen dichten Wäldern und Felswänden – stilles Wasser, Vogelrufe, kein Touristenlärm. Auf dem Weg nach Kathmandu lohnt ein Stopp in Bandipur: Die Newari-Handelsstadt thront auf einem Bergrücken, Holzschnitzereien rahmen jedes Fenster und auf den Terrassen riechst du Masala-Tee, bevor du ihn bestellst.

Wusstest du, dass Nepal auch Tiger hat? Der Chitwan Nationalpark liegt drei Stunden südlich von Kathmandu – subtropischer Dschungel auf 100 Metern Höhe, wo Panzernashörner durchs Elefantengras trampeln und Bengaltiger durch Sal-Wälder streifen. Du fährst im Kanu den Rapti River entlang, Krokodile liegen regungslos am Ufer, Eisvögel schießen vorbei. Auf dem Weg dorthin lohnt ein Stopp in Gorkha: Die Stadt thront auf einem Felsrücken, 1.400 Meter über dem Tal, und hier begann Nepal wie du es kennst – der Gorkha Durbar klebt an Felswänden, von oben reicht der Blick bis zum Manaslu. Vom Himalaya-Giganten in den tiefen Dschungel, von Tempeln zu Tigern – diese Kombination bekommst du nur in Nepal.