Bucht von Kotor & PodgoricaBucht von Kotor & Podgorica

Montenegro Rundreise: Bucht von Kotor & Podgorica

  1. Europa
  2. Montenegro

Montenegro entdecken: Küste, Nationalparks & Altstädte

In Montenegro fallen die Schwarzen Berge ins Meer, am steilsten in der Bucht von Kotor: Karstwände steigen aus dem Wasser, mittelalterliche Hafenstädte am Fels, Espresso auf der Piazza, Klosterglocken über der Bucht. Eine Bergkette weiter schneidet die Tara 1.300 Meter tief in den Fels, smaragdgrünes Wildwasser im Canyon. Die Adria riecht nach Olivenhainen und Salz, dazu Felsbuchten, Sandstrände, Häfen wie Budva und Bar. Wo sie endet, fangen die Nationalparks an: Durmitor als UNESCO-Welterbe, der Urwald von Biogradska Gora, die Prokletije mit Trails, auf denen du stundenlang niemandem begegnest. Welches Montenegro deins ist, entscheidest du.

Tipps & Infos für deine Montenegro Reise

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für Montenegro liegt zwischen Mai und Oktober.

Beste Reisezeit

Währung

Die Landeswährung ist der Euro (EUR).

Währung

Flugzeit

Ein Direktflug von Deutschland dauert rund 2,5 Stunden.

Flugzeit

Sprache

Die Amtssprache ist Montenegrinisch, aber mit Englisch kommst du gut zurecht.

Sprache

Was muss man in Montenegro gesehen haben?

Montenegro steckt voller Highlights – aber diese Sehenswürdigkeiten gehören ganz klar auf deine Bucketlist.

Podgorica & Skadarsee: Hauptstadt trifft Natur

Podgorica hieß bis 1992 Titograd. Heute schlängelt sich die türkisblaue Morača durch die Stadt, am Ufer treffen osmanische Ruinen auf jugoslawische Moderne, in den Cafés sitzt du stundenlang unter Platanen, auf den Märkten verkaufen Bauern Rakija aus dem Kofferraum. 35 Minuten weiter Cetinje, die alte Königshauptstadt: still, eigensinnig, Museen in ehemaligen Botschaften. Der Skadarsee liegt noch eine Stunde weiter südlich: größter See des Balkans, eines der wichtigsten Vogelschutzgebiete Europas, umringt von Weinbergen und mittelalterlichen Klöstern. In Virpazar sitzen Pelikane auf den Holzpfählen, dazu eine Stille, die du so nah an Podgorica kaum erwartest.

Bucht von Kotor: Kotor, Perast & Inseln

28 Kilometer Wasser, steile Karstberge, dazwischen vier Städte und kaum eine Welle: die Bucht von Kotor. Mittendrin Kotor mit venezianischer Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. 1.350 Stufen führen hinauf zur Festung San Giovanni – die Boote unter dir nur noch Punkte, die Bucht windet sich tief in den Karst. Ein Stück weiter Perast, zwei Barockkirchen am Wasser, davor zwei kleine Inseln. Gospa od Škrpjela schichteten Fischer Stein für Stein aus dem Meer. Am Eingang der Bucht Herceg Novi mit der Blue Grotto, dazwischen Tivat – Porto Montenegro hat den alten Marinestützpunkt zum Yachthafen gemacht.

Adriaküste: Von Budva bis Ulcinj

Montenegros Adriaküste startet in Budva mit Mauern und Meer. Altstadt auf der Halbinsel, der Mogren Beach unter den Festungsmauern, dahinter Sandstrände die Küste entlang. Sveti Stefan klebt als blassrosa Postkartenmotiv auf seinem Felsen im Wasser – ein Blid, dass dich auf deinem Roadtrip kurz anhalten lässt. Bar ist Hafenstadt, aber oberhalb am Berg steht Stari Bar: eine Ruinenstadt, seit dem Erdbeben von 1979 verlassen, 600 Gebäude auf vier Hektar, offen und still. Zwischen den Mauern trägt ein Olivenbaum seit über 2000 Jahren Früchte. Dann 13 Kilometer Sandstrand bei Ulcinj, breit und flach, das Meer seicht bis weit hinaus – dahinter beginnt Albanien.

Nationalparks: Durmitor & Tara Schlucht

Montenegro heißt übersetzt Schwarze Berge – der Durmitor ist der Grund dafür. Dunkle Wälder fallen in Schluchten, darüber Hochweiden, darüber nackter Fels, darüber nur Himmel. 18 Gletscherseen zwischen den Gipfeln, die Montenegriner nennen sie Bergaugen. Der Crno Jezero spiegelt den Wald so dunkel, dass du die Tiefe nicht einschätzen kannst. Der Bobotov Kuk steigt auf 2.523 Meter, vom Gipfel siehst du bis nach Bosnien und Albanien. Unterhalb schneidet die Tara durch 1.300 Meter Kalkstein – beim Rafting Felswände rechts und links, oben ein Himmel, kaum breiter als der Fluss. UNESCO-Welterbe seit 1980. Sieht aus, als wüsste der Durmitor das nicht.

Montenegros Norden: Von Kolašin bis Sutjeska

Das weiße Kloster Ostrog klebt 900 Meter über dem Zeta-Tal in der senkrechten Felswand, gebaut im 17. Jahrhundert direkt in den Stein. Pilger laufen barfuß hinauf, Montenegriner schwören bei seinem Namen. Hinter Kolašin beginnt der Biogradska Gora, einer der letzten Urwälder Europas: Bäume, die seit über 500 Jahren stehen, so dicht, dass kaum Licht den Boden erreicht. Dann das Prokletije-Gebirge – übersetzt: die Verfluchten Berge. Der Name passt. Schroffe Gipfel, Gletscherseen bei Plav, Pfade ohne Markierung. Der Sutjeska Nationalpark liefert den Rest: Vojnik-Gipfel und unberührte Schluchten – das Montenegro, das die Küste vergessen lässt.