Beste Reisezeit
Mai bis Oktober – wobei Mai, Juni und September das beste Verhältnis aus Wetter, Strandqualität und Besucherzahlen bieten.



Albanien schiebt sich zwischen Adria und Antike: türkises Wasser vor Ksamil, Gletscherseen in Theth, Ruinen, die seit über 2.000 Jahren stehen. Du tauchst in Butrint zwischen griechische und römische Mauern ein und kletterst am nächsten Tag durch die albanischen Alpen, wo Felswände fast senkrecht aufragen. In Theth bleiben die Trails still – nur Wind, Geröll und deine Schritte. Vor Ksamil ziehst du mit dem Boot zu Inseln hinaus und schwimmst in Buchten, in denen nichts als Ruhe auf dem Wasser liegt. Die Preise sind niedrig, die Landschaften hoch, und zwischen beidem liegt ein Land, das gerade erst entdeckt wird.
Mai bis Oktober – wobei Mai, Juni und September das beste Verhältnis aus Wetter, Strandqualität und Besucherzahlen bieten.

Albaniens Währung ist der Lek (ALL).

Von Deutschland nach Tirana dauert der Direktflug rund 2 Stunden.

Die Amtssprache ist Albanisch. In Touristenzentren wie Tirana, Saranda und Berat kommst du mit Englisch gut durch.

Albanien steckt voller Highlights – aber diese Sehenswürdigkeiten gehören ganz klar auf deine Bucketlist.

Tirana stellt sich nicht vor, Tirana legt einfach los. Bunte Fassaden, Straßencafés unter alten Bäumen, das Blloku-Viertel mit Restaurants und Bars, die bis nach Mitternacht offen bleiben. Vom Skanderbeg-Platz führt der Weg in den Pazari i Ri, wo frisches Gemüse und Käse neben Grills stehen, die nach Oregano und Holzkohle riechen. Mit der Gondelbahn gleitest du auf den Dajti-Berg – von 1.613 Metern sieht Tirana aus wie eine Spielzeugstadt zwischen Hügeln. Eine halbe Stunde westlich wartet Durrës: ein römisches Amphitheater aus dem 2. Jahrhundert, eines der größten des Balkans, dahinter ein langer Sandstrand direkt an der Adria.

Der Llogara-Pass schraubt sich auf über 1.000 Meter durch Kiefernwald, dann fällt die Straße und das Ionische Meer taucht auf – hier beginnt die albanische Riviera. Dhermi empfängt dich zuerst: langer Kieselstrand, türkisblaues Wasser, Tavernen unter Olivenbäumen. Weiter südlich erreichst du Himara und den Gjipe Beach am Ende einer Schlucht, nur zu Fuß oder per Boot. Saranda schließt die Küste ab, mit Blick auf Korfu und Butrint nebenan – eine Ruinenstadt, die Griechen, Römer und Osmanen hinterlassen haben. Kurz davor Ksamil: vier vorgelagerte Inseln, das Wasser so klar, dass du den Grund in mehreren Metern Tiefe siehst.

Die albanischen Alpen ragen über 2.500 Meter auf – steile Schluchten, Nadelwald, Dörfer, die vor wenigen Jahren noch kaum erreichbar waren. Shkodra ist das Tor in den Norden: venezianische Festung über dem See, Cafés an der Promenade, dahinter Berge. Die Straße nach Theth windet sich durch Wälder, bis ein Tal auftaucht und mit ihm ein Dorf, das im Winter monatelang unter Schnee verschwindet. Im Sommer starten hier Wanderungen auf dem Peaks of the Balkans Trail – 192 Kilometer durch Albanien, Kosovo und Montenegro. Oder du nimmst die Fähre durch den Komani-See: Felswände rechts und links, das Wasser schwarz in der Tiefe.

Albanien trägt mehr Geschichte, als die Landkarte vermuten lässt. Berat, die Stadt der tausend Fenster, stapelt osmanische Häuser einen Hang hinauf – UNESCO-Welterbe seit 2008. Der Osum Canyon schneidet sich türkisblau durchs Hinterland, kaum bekannt und genau deshalb so still. Gjirokastra thront südlich davon: Steinstadt am Hang, oben eine osmanische Burg mit Blick über das gesamte Tal. Weiter im Landesinneren steht Apollonia zwischen Olivenbäumen, die älter sind als die Ausgrabungen selbst. Butrint schließt den Bogen: griechische Kolonie, römische Stadt, heute Nationalpark direkt am Wasser.